Tarifvertrag diakonie urlaub

Traditionell ist ein Tarifvertrag definiert als eine Vereinbarung zwischen einer Gewerkschaft oder einer anderen Arbeitnehmervereinigung einerseits und einem Arbeitgeberverband oder einem Unternehmen andererseits. Schließlich gibt es eine wichtige Institution, die als « funktionales Äquivalent » zur Ausweitung von Tarifverträgen arbeitet: das Prinzip der obligatorischen Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer und ihrer Untereinheiten. Nach dem Gesetz sind alle Unternehmen, deren Tätigkeit in den Bereich des repräsentationswesens der Kammer fällt, verpflichtet, Mitglied der Kammer und ihrer Untereinheiten zu sein. Der Anwendungsbereich der Kammer umfasst fast den gesamten privaten Sektor (mit der bemerkenswerten Ausnahme der Landwirtschaft und solcher freien Berufe wie Ärzte und Rechtsanwälte). Das bedeutet, dass etwa 96 % aller Beschäftigten des privaten Sektors in Unternehmen tätig sind, die Mitglieder der Kammer sind. Die Kammer ist die kollektive Stimme der Wirtschaft in Bezug auf alle Arten von Interessen, einschließlich der erblichen Interessen. Damit ist die Kammer der wichtigste Arbeitgeberverband österreichs. Die Kammer und ihre sektoralen Untereinheiten schließen Tarifverträge im Namen fast aller Arbeitgebergruppen unter dem Dach der Kammer ab. In all diesen zahlreichen Fällen stellt sich das Problem, dass Arbeitgeber nicht dem unterzeichnenden Arbeitgeberverband angeschlossen sind, nicht aufgrund des Grundsatzes der obligatorischen Mitgliedschaft in der Kammer, der automatisch alle Arbeitgeber bindet, die der Untereinheit Kammer angehören, die den entsprechenden Tarifvertrag abschließt. In anderen europäischen Ländern betrachten Arbeitgeberverbände die freiwillige Mitgliedschaft als eines ihrer konstituierenden Grundsätze. Angesichts der Tarifverlängerungspraxis verschwimmt jedoch die Unterscheidung zwischen freiwilliger und obligatorischer Mitgliedschaft.

Dies gilt insbesondere für mehrere Länder (z. B. Belgien und die Niederlande), in denen allen Unternehmen in einem bestimmten Sektor durch die Ausweitung von Siedlungen mit mehreren Arbeitgebern manchmal Mitgliedsbeiträge auferlegt werden. Wie aus einer kürzlich durchgeführten vergleichenden Analyse von 20 OECD-Ländern über drei Jahrzehnte (Nationale Arbeitsbeziehungen in internationalisierten Märkten, F Traxler, S Blaschke und B Kittel, Oxford, Oxford University Press, 2001) ergab, nehmen sowohl die Tariferstattung als auch die Mitgliederdichte freiwilliger Arbeitgeberverbände mit der Anwendung von Erweiterungspraktiken deutlich zu. Die Kanzlei NJORD bietet Rechtsberatung im Zusammenhang mit allen Herausforderungen im Zusammenhang mit Tarifverträgen an.